Wird unser Flugzeug in Zürich vor dem Abflug noch enteist, begrüsst uns am nächsten Abend in Hongkong die untergehende Sonne. Die Temperatur ist angenehm warm. Wie schon der Flughafen in Zürich am späten Abend zuvor ist auch derjenige in Hongkong halb verwaist. Angenehmer geht es am Flughafen fast nicht.
Auf dem Weg zum Hotel meint Emilia, dass die Hochhäuser aussehen würden wie Kirchen. Nur der Spitz oben fehle. Des Weiteren fällt uns vor allem auch auf, wie viele Wohunungen in einem Hochhaus untergebracht sind: Wohnraum ist hier Mangelware, ein kleines Fenster reiht sich an das nächste. Die Fensterscheiben schliessen bündig mit dem Mauerwerk ab. Dies erweckt bei mir den Eindruck, als könnten die Glasscheiben augenblicklich aus ihrem Rahmen fallen.
In unserer Wohnumgebung haben wir keine anderen Ausländer gesehen. Deshalb werden wir wohl auch oftmals mit unverhohlener Neugier angestarrt. Viele Pärke und Spielplätze zieren die Umgebung. Auf Letzteren befinden sich oftmals auch Trainingsgeräte für Erwachsene. Diese werden insbesonders von alten Menschen benutzt. Oftmals legen diese eine solche Ausdauer und Hartnäckigkeit an den Tag, dass ich nur staunen kann (und ich mich als untrainierte Person frage, ob ich vielleicht zwei Minuten mithalten könnte??).
Hongkong ist nicht nur grün, es ist auch sehr sauber. Abfall darf nicht auf den Boden geworfen werden und in der Metro darf man nicht trinken und essen. Apropos essen: Bei uns im Hotel versuchen sich die Chinesen des Öfteren im Essen mit Gabel und Messer. Anstatt ein Spiegelei klein zu schneiden, wird es einfach mal ganz auf die Gabel gelegt und davon abgebissen. Normalerweise wird es natürlich einfach zwischen die Stäbchen geklemmt. Weshalb sollte man also etwas zerkleinern?Während andere Personen meiner Familie das warme Morgenessen nicht gerade schätzen, geniesse ich es so richtig. Ich weiss schon lange, dass ich auch am Morgen warmes Essen mag, deshalb geniesse ich Nudeln, Suppe und Reis etc. sehr.
Übrigens finden in Hongkong auch Menschen, die praktisch keinen Orientierungssinn (so wie ich) besitzen, die Orte, die sie sehen möchten. Das Unterwegssein gestaltet sich recht einfach und von der Downtown einmal abgesehen, finden sich auch Plätze und Orte, an denen es nicht nur so von Menschen wimmelt. Wir waren viel mit der Metro und zu Fuss unterwegs, so einige Touristenattraktionen haben wir auch bewusst ausgelassen. Mit dem anfänglichen Jetlag war uns nicht unbedingt danach stundenlang irgendwo anzustehen.
Bald schon reisen wir weiter auf die Philippinen. Nach vierzehn Jahren kehre ich in das Land zurück, das einmal mein Wohn- und Arbeitsort war. Ich habe die Menschen und das Land damals in mein Herz geschlossen. Nun bin ich gespannt welchen Eindruck es bei meinen Lieben hinterlassen wird, welche Veränderungen es gegeben hat und vor allem freue ich mich darauf die Menschen wieder zu sehen und treffen, die eine bestimmte Zeit meines Lebens mitgeprägt haben.
Amira‘s Meinung zu Hongkong: schön und recht sauber, immer laut, es hat praktisch nur Hochhäuser und viele Menschen.